Der Lakritzäquator zieht sich durch Deutschland

In Deutschland gibt es den Weißwurstäquator und den LakritzäquatorEine nicht ganz ernst gemeinte "Grenze", die anzeigt wo in Deutschland Lakritz gegessen wird und wo nicht. Zieht man von Bonn einen Strich quer durch das Land, wird oberhalb der Linie gern Lakritz gegessen und unterhalb eher überhaupt nicht (gern), siehe Bärendreck., je nach dem ob man von Süd nach Nord schaut oder von Nord nach Süd. Um Kassel herum teilt sich die Welt des (guten) Geschmacks. Grob gesagt: diesseits der "Grenze" wird es geliebt, jenseits wird es fast verbrämt: die Weißwurst, das LakritzLakritz ist ein pflanzliches Naturprodukt der Süßholzwurzel. Seine schwarze Farbe entsteht durch den im Kochprozeß gelösten pflanzlichen Kohlenstoff. Reines Lakritz schmeckt süßherb, bitter. Die Konsistenz ist bonbonhart..

Bei Lakritz ist es kurioserweise so, dass der Rohstoff (SüßholzwurzelSüßholz, botanisch Glycyrrhiza glabra, gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte und Schmetterlingsblütler. Für die Lakritzherstellung sind nur die Wurzeln der Süßholzpflanze von Belang.) im Süden Europas wächst und im Norden in allen Varianten und Rezepturen herzlich gern gegessen wird. Die Finnen sind Weltmeister im pro Kopf-Verzehr!
Die obere Hälfte - Norddeutschland und alle skandinavischen Länder inkl. Island - kennt Lakritzvielfalt seit Kindertagen, weiß woraus es hergestellt wird, und mag es auch salzig. Die untere Hälfte - Süddeutschland, Österreich und Schweiz - erkennt wenigstens die Lakritzschnecke, vermutet BärendreckAls einzige Region in Europa wurde|wird Lakritz in Süddeutschland, Österreich und Schweiz als Bärendreck oder Ochsenblut bezeichnet. Vermutlich der schwarzen Farbe wegen. Siehe auch Lakritzäquator. in der Lakritzrezeptur und schüttelt sich, wenn´s salzig wird.
Hinter den Alpen geht es dann wieder lakritzig zu. In Italien, Frankreich und Spanien wächst SüßholzSüßholz, botanisch Glycyrrhiza glabra, gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte und Schmetterlingsblütler. Für die Lakritzherstellung sind nur die Wurzeln der Süßholzpflanze von Belang. Lakritz entsteht durch das Auskochen der Süßholzwurzeln. und findet sich zum Beispiel im Grappa wieder. Reines Lakritz, fein gemahlen, kommt in der Pasta zum Einsatz und bereichert als GewürzDie Salmiakpastille ist das bekannteste Salzlakritz in Deutschland. Die kleinen Rauten verbinden die Geschmeidigkeit für Hals und Kehle des Naturlakritzes mit der entzündungshemmenden Wirkung von Salmiaksalz. auch die Küche so mancher Eisdielen und Sterneköche.

Lustigerweise zieht sich der Lakritzäquator durch die Mitte Europas, quer durch Deutschland, und teilt die Lakritzvorliebe in zwei Lager. 



 

Lakritzvorlieben in Europa
Lakritzvorlieben in Europa
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